Laserbehandlung bei Narben

Narben entstehen infolge von Entzündungen (z.B. Akne), operativen Eingriffen oder Verletzungen (Trauma wie Selbstverletzung) und können je nach Ursache, Genetik und Heilungsverlauf unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Im ungünstigsten Fall bildet sich eine hypertrophe Narbe oder gar ein Keloid.
Behandlungsmethode

Lasertherapie (z. B. fraktionierter Laser wie Er:YAG oder Co2; Gefäßlaser) je nach Narbentyp, ergänzt durch medikamentöse Therapien

Einsatzmöglichkeiten

Aknenarben, OP-Narben, hypertrophe Narben, Keloide, Verletzungsnarben an Unterarmen

Behandlungsdauer

je nach Areal ca. 5–20 Minuten

Gesellschaftsfähigkeit

abhängig von der Körperpartie, je nach Lasersystem kann eine Rötung oder Krustenbildung für einige Tage auftreten

Nachsorge

UV-Schutz, milde panthenolhaltige Hautpflege, für 1–3 Tage keine Sauna oder intensiver Sport

Haltbarkeit

Kontinuierliche Verbesserung über Wochen und Monate; fast immer sind mehrere Sitzungen notwendig

Welcher Laser eignet sich für Ihre Narben?

Nicht jede Narbe wird gleich behandelt. Entscheidend ist, ob vor allem die Struktur der Narbe (z. B. eingesunken, verdickt, verhärtet) oder die Farbe (Rötung, Hyperpigmentierung) im Vordergrund steht. Zudem spielt bei der Wahl des Lasers der individuelle Hauttyp sowie die betroffene Körperregion eine Rolle. Strukturveränderungen werden häufig mit fraktionierten Laserverfahren (z.B. Er:YAG oder CO2-Laser) behandelt, die die Kollagenneubildung anregen und das Gewebe glätten. Rötliche oder stark durchblutete Narben sprechen hingegen gut auf Gefäßlaser an, die gezielt überschüssige Blutgefäße reduzieren.

Kombinationstherapien für optimale Ergebnisse

Gerade bei ausgeprägten Narbenformen wie Keloiden oder hypertrophen Narben ist eine Kombinationstherapie sinnvoll. Die Laserbehandlung kann gezielt mit Kortison- oder 5-Fluoruracil-(5-FU-)Injektionen ergänzt werden, um überschießendes Narbengewebe zu hemmen und das Ergebnis nachhaltig zu stabilisieren.

Mehrere Sitzungen für eine nachhaltige Verbesserung

Eine Narbenbehandlung ist in der Regel ein schrittweiser Prozess. Je nach Narbentyp, Tiefe und Ausprägung sind mehrere Sitzungen im Abstand von einigen Wochen notwendig. So kann sich das Gewebe zwischen den Behandlungen regenerieren und die Hautstruktur kontinuierlich verbessern.

Ablauf der Behandlung

Je nach Befund wird die Narbe mit einem fraktionierten oder ablativen Laser, einem Gefäßlaser oder einer Kombination beider Verfahren behandelt. Bei verdickten Narben kann zusätzlich Triamcinolon injiziert oder eine Kälte- oder TCA-Behandlung durchgeführt werden. Die Behandlung ist ambulant und wird individuell auf Narbentyp und Hautverhalten abgestimmt. Es sind mehrere Behandlungen im Abstand von wenigen Wochen notwendig. Die Behandlung kann ganzjährig durchgeführt werden.

FAQ zur Laserbehandlung von Narben

Prinzipiell für alle Narben wie Aknenarben, OP-Narben, hypertrophe und rötliche Narben, Keloide sowie Selbstverletzungsnarben. Die Wahl der Therapie wird individuell auf den jeweiligen Narbentyp abgestimmt.

Ja, in den meisten Fällen sind mehrere Sitzungen im Abstand von wenigen Wochen erforderlich, da Narbengewebe schrittweise umgebaut wird. Größere Abstände zwischen den Sitzungen sind kein Problem (z.B. bei einer Pausierung aufgrund eines Urlaubs).

Je nach Narbenstruktur kommen in Münster fraktionierte Laser (z.B. Er:YAG oder Co2-Laser zur Strukturverbesserung), Gefäßlaser (zur Reduktion von Rötungen) oder ablative Systeme (Er:YAG) zum Einsatz. Wir verwenden in unsere Praxis in Münster meist verschiedene Lasersysteme bei einer einzelnen Narbe.

Ja. Bei verdickten oder verhärteten Narben wie Keloiden sind Triamcinolon-Injektionen in Kombination mit dem Laser sehr wirksam. Auch Kältetherapie kann ergänzend eingesetzt werden, um überschüssiges Narbengewebe zu reduzieren. Bei eingesunkenen Aknenarben kommt häufig Trichloressigsäure parallel zum Einsatz.

Die Verbesserung wird schrittweise sichtbar. Das endgültige Ergebnis zeigt sich meist erst nach mehreren Monaten und verbessert sich durch wiederholte Sitzungen weiter.