Laserbehandlung bei Gefäßveränderungen

Gefäßveränderungen wie feine Äderchen (Teleangiektasien) oder Blutschwämmchen sind meist harmlos, werden jedoch oft als optisch störend empfunden. Durch den gezielten Einsatz hochenergetischer Lichtimpulse lassen sich diese Rötungen heute punktgenau und schonend korrigieren, ohne die umliegende Haut zu beeinträchtigen.
Behandlungsmethode

Gezielte Verödung mittels Laser

Einsatzmöglichkeiten

Blutschwämmchen (Hämangiome), Teleangiektasien, Besenreiser

Behandlungsdauer

je nach Areal ca. 5–15 Minuten

Gesellschaftsfähigkeit

meist sofort, leichte Rötung für einige Stunden, gelegentlich feine Krusten und Schwellung für einige Tage

Nachsorge

Kühlen & UV-Schutz, für 48 h keine Sauna, kein Sport und keine intensive Hitze

Sitzungsanzahl

Blutschwämmchen oft nach 1 Sitzung entfernt, bei Äderchen meist 2-4 Sitzungen

Was sind Teleangiektasien?

Unter Teleangiektasien versteht man dauerhaft erweiterte, feine Kapillargefäße, die als rötliche Linien durch die Haut schimmern. Besonders häufig treten sie im Gesicht im Rahmen einer Couperose auf. Da die Gefäßwände an Spannkraft verloren haben, bleiben diese Rötungen ohne eine gezielte Behandlung dauerhaft sichtbar.

Was sind Blutschwämmchen?

Blutschwämmchen (Hämangiome) sind stecknadelkopf- bis linsengroße, hellrote Gefäßknötchen. Diese gutartigen Wucherungen der Blutgefäße treten bevorzugt am Rumpf auf und nehmen mit dem Alter oft an Zahl zu. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, werden jedoch aufgrund ihrer leuchtenden Farbe oft als ästhetisch störend empfunden.

Wie entstehen diese Gefäßveränderungen?

Die Entstehung ist oft genetisch bedingt oder durch eine Bindegewebsschwäche begünstigt. Auch äußere Faktoren wie UV-Strahlung, Hitze oder hormonelle Umstellungen spielen eine Rolle.

Wie funktioniert die Lasertherapie bei Gefäßen?

Der Laser sendet hochenergetisches Licht aus, das gezielt vom roten Blutfarbstoff (Hämoglobin) absorbiert wird. Die dabei entstehende Wärme verschließt die erweiterten Gefäße (Photokoagulation). Der Körper baut die verschlossenen Strukturen anschließend auf natürlichem Weg ab, wodurch die Rötungen dauerhaft verblassen.

Termin hier vereinbaren

Ablauf in unserer Praxis

Die Laserimpulse werden punktgenau auf die betroffenen Gefäße gesetzt. Dabei entsteht ein kurzes Wärmegefühl, das in der Regel gut toleriert wird. Parallel kühlen wir das Behandlungsareal mit einem Luftkühlgerät. Im Anschluss soll die Haut weiter gekühlt werden, um Reizungen zu minimieren. Eine Ausfallzeit entsteht nur in sehr seltenen Fällen.

FAQ Laserbehandlung bei Gefäßveränderungen

Die meisten Patient:innen empfinden lediglich ein kurzes Pieksen oder Wärmegefühl. Eine Betäubung ist in der Regel nicht notwendig, da die moderne Kühlung unserer Lasersysteme die Haut während des Impulses schützt.

Da der Laser selektiv auf die Gefäße wirkt und die Hautoberfläche schont, ist das Narbenrisiko bei fachgerechter Anwendung und korrekter Nachsorge (Sonnenschutz!) extrem gering.

Einmal erfolgreich verödete Gefäße verschwinden dauerhaft. Da die individuelle Veranlagung jedoch bestehen bleibt, können an anderen Stellen im Laufe der Zeit neue Gefäßveränderungen entstehen, die dann erneut behandelt werden können.

Wichtig ist ein konsequenter Sonnenschutz für mindestens 4 Wochen, um Pigmentverschiebungen zu vermeiden. Zudem sollten Sie für einige Tage auf mechanische Reizungen (Peelings) und starke Hitze verzichten.

In der Regel handelt es sich um eine ästhetische Leistung, die privat in Rechnung gestellt wird. In seltenen medizinischen Ausnahmefällen ist eine Kostenübernahme möglich – wir beraten Sie hierzu gerne individuell.

Früher wurden Gefäßveränderungen häufig verödet (Sklerosierung) oder mit elektrischem Strom behandelt (Elektrokoagulation). Diese Methoden sind jedoch oft unpräziser und bergen ein höheres Risiko für Narben oder Pigmentstörungen. Die Lasertherapie gilt heute als Goldstandard, da sie die Gefäße selektiv verschließt, ohne die Hautoberfläche zu verletzen.