Laserbehandlung bei Feigwarzen

Feigwarzen gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen weltweit. Sie zeigen sich als gutartige, aber hochansteckende Wucherungen im Genital- und Analbereich. Durch eine konsequente und individuell auf Sie abgestimmte Therapie in unserer Praxis können wir die sichtbaren Veränderungen effektiv beseitigen und das Risiko für Rückfälle nachhaltig senken.
Behandlungsmethode

Gezielte Entfernung mittels Laser

Einsatzmöglichkeiten

Feigwarzen im äußeren Genitalbereich, Schambereich und Analregion

Behandlungsdauer

je nach Areal ca. 5–15 Minuten

Gesellschaftsfähigkeit

Meist sofort gegeben, eventuell leichte Wundfläche für wenige Tage

Nachsorge

Sorgfältige Hygiene, Verzicht auf Rasur im betroffenen Areal, Untersuchung und gegebenenfalls Mitbehandlung von Partner

Sitzungsanzahl

Meist 1-3 Sitzungen

Was sind Feigwarzen?

Feigwarzen (Condylomata acuminata) sind gutartige Hautwucherungen, die durch eine Infektion mit HPV entstehen. Das Risiko, dass diese Warzen entarten, ist äußerst gering. Dennoch sollten sie immer behandelt werden, da sie hochansteckend sind und unbehandelt wachsen, sich ausbreiten und Symptome wie Juckreiz oder Brennen verursachen können.

Woran erkenne ich Feigwarzen?

Die Warzen zeigen sich meist als kleine, hautfarbene, rötliche oder bräunliche Knötchen. Sie können einzeln stehen oder in Gruppen auftreten und eine blumenkohlartige Oberfläche bilden. Oft sind sie schmerzlos, können aber bei Reibung zu Missempfindungen führen.

Behandlungsablauf in unserer Praxis

Eine wirksame und gezielte Behandlung ist die Entfernung mit einem Laser. Nach einer lokalen Betäubung tragen wir die Warzen millimetergenau mit dem Laserstrahl ab. Dieses Verfahren ist besonders gewebeschonend, da der Laser sehr präzise arbeitet und das gesunde umliegende Gewebe unberührt lässt. Größere Befunde werden vor der Laserbehandlung abgetragen. Die Wundheilung verläuft in der Regel schnell und unkompliziert.

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Welche alternativen Behandlungen gibt es?

Cremes und Salben zur Eigenanwendung: Zur Unterstützung des Immunsystems direkt vor Ort verschreiben wir hochwirksame immunstimulierende Präparate. Da das Präparat Condylox aktuell nicht im Handel ist, wählen wir die für Sie passendste medikamentöse Alternative aus.

Kryotherapie (Vereisung): Durch gezielte extreme Kälte wird das betroffene Gewebe kontrolliert zerstört, sodass sich die Warzen ablösen.

Laserbehandlungen bei Feigwarzen

Davon raten wir dringend ab. Frei verkäufliche Mittel gegen gewöhnliche Handwarzen sind für die empfindliche Genitalschleimhaut zu aggressiv und können schmerzhafte Entzündungen oder Narben verursachen. Eine professionelle Therapie in unserer Praxis ist deutlich sicherer.

Die für Feigwarzen typischen HPV-Typen (6 und 11) gehören zur „Low-Risk“-Gruppe und verursachen in der Regel keinen Krebs. Dennoch können parallel „High-Risk“-Typen vorliegen. Wir empfehlen daher insbesondere Patientinnen, die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen wahrzunehmen.

Die medizinisch notwendige Entfernung von Feigwarzen ist in der Regel eine Kassenleistung. Die Kosten für die Abtragung mittels Laser sind Selbstzahlerleistungen. Wir beraten Sie gerne vorab individuell über Ihre Möglichkeiten.

Selbst nach erfolgreicher Entfernung der sichtbaren Warzen kann das Virus in den tieferen Hautschichten verbleiben. Solche Rückfälle (Rezidive) sind typisch für HPV. Durch die Kombination aus Lasertherapie und immunstärkenden Cremes minimieren wir dieses Risiko jedoch bestmöglich.

Ja, unbedingt. Um einen „Ping-Pong-Effekt“ (die gegenseitige Wiederansteckung) zu vermeiden, sollten Partner:Innen zeitnah untersucht werden – auch wenn aktuell keine sichtbaren Symptome vorhanden sind. Eine Infektion kann nämlich auch ohne sichtbare Warzen vorliegen.

Die HPV-Impfung bietet den besten Schutz und ist auch nach dem ersten Geschlechtsverkehr noch sinnvoll. Kondome senken das Risiko deutlich, bieten aber keinen vollständigen Schutz, da die Viren auch auf nicht bedeckten Hautstellen übertragen werden können. Bei einem akuten Ausbruch sollte auf sexuelle Kontakte verzichtet werden.