Was ist Hautkrebs eigentlich?
Unter dem Begriff Hautkrebs werden verschiedene bösartige Veränderungen der Hautzellen zusammengefasst. Man unterscheidet primär zwei Formen:
Der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom): Dies ist die gefährlichste Form, da sie dazu neigt, frühzeitig Tochtergeschwüre (Metastasen) in anderen Organen zu bilden. Ein Melanom kann aus einem bestehenden Muttermal entstehen oder plötzlich als neuer, dunkler Fleck auf gesunder Haut erscheinen.
Der helle Hautkrebs (Weißer Hautkrebs): Hierzu zählen vor allem das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Diese Formen wachsen meist langsamer und streuen selten, können aber das umliegende Gewebe zerstören, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt werden. Oft zeigen sie sich als kleine, rötliche Knötchen oder krustige Stellen, die nicht abheilen.
Wer gehört zu den Risikogruppen?
Bestimmte körperliche Merkmale und die persönliche Vorgeschichte spielen eine große Rolle bei der Einschätzung Ihres individuellen Risikos. Besonders achtsam sollten Sie sein, wenn folgende Punkte auf Sie zutreffen:
- Hauttyp 1 und 2: Wenn Sie sehr helle Haut, helle Augen und Haare haben und schnell zu Sonnenbrand neigen.
- Vielzahl an Muttermalen: Wenn Sie mehr als 50 bis 100 Pigmentmale haben oder Ihnen bereits untypisch geformte Male bei sich aufgefallen sind.
- Familiäre Vorbelastung: Wenn Sie selbst oder nahe Verwandte in der Vergangenheit bereits an Hautkrebs erkrankt sind.
- Männliches Geschlecht: Statistisch gesehen erkranken Männer häufiger an hellem Hautkrebs, oft bedingt durch berufliche Tätigkeiten im Freien oder einen weniger konsequenten Sonnenschutz.
Welche Risikofaktoren begünstigen die Entstehung?
Die Entstehung von Hautkrebs ist meist ein schleichender Prozess. Um Ihre Haut besser zu schützen, sollten Sie folgende Faktoren kennen:
- UV-Strahlung (Sonne & Solarium): Die Summe der UV-Strahlen, die Sie im Laufe Ihres Lebens sammeln, ist der entscheidende Risikofaktor. Besonders schädlich sind intensive Sonnenbrände in der Kindheit sowie die regelmäßige Nutzung von Solarien, da die konzentrierte Strahlung das Erbgut der Hautzellen nachhaltig schädigt.
- Erbliche Belastung: Ihre genetische Veranlagung bestimmt mit, wie reparaturfähig Ihre Hautzellen nach einer Schädigung sind.
- Geschwächtes Immunsystem: Wenn Ihr Körper durch Krankheiten oder Medikamente (Immunsuppressiva) geschwächt ist, kann er entartete Zellen schlechter abwehren.
Vorsorge und Diagnostik in unserer Praxis
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und Ihre Haut gesund zu erhalten. Für eine Diagnostik auf höchstem fachlichem Niveau bieten wir Ihnen in unserer Praxis modernste Vorsorgeverfahren an:
- Klassische Auflichtmikroskopie (Dermatoskopie): Die präzise Untersuchung auffälliger Stellen mit hochauflösender Optik.
- Digitale Videodermatoskopie mit KI-Unterstützung: Computergestützte Analyse, die uns hilft, selbst minimale Abweichungen sicher zu bewerten.
- Ganzkörperfotographie mit Body Mapping: Ein automatisiertes Verfahren, bei dem die gesamte Hautoberfläche fotografisch erfasst und dokumentiert wird.
Alle drei Optionen ermöglichen es uns, kleinste Veränderungen Ihrer Haut präzise zu erkennen. Die digitale Videodermatoskopie und die Ganzkörperfotographie ermöglichen uns zusätzlich eine lückenlose Dokumentation von Muttermalen und Hautveränderungen und diese KI gestützt sicher zu bewerten.
Während die klassische Auflichtmikroskopie Teil der Hautkrebsvorsorge der gesetzlichen Krankenkassen ab 35 Jahren ist, sind die digitale Videodermatoskopie und die Ganzkörperfotographie mit Body Mapping Selbstzahlerleistungen.
Wir beraten Sie in unserer Praxis gerne individuell, welche Vorsorge orientiert an Ihrem persönlichen Risikoprofil am besten geeignet ist.