Photodynamische Therapie (PDT)

Die Photodynamische Therapie ist ein innovatives und schonendes Verfahren zur Behandlung von Hautkrebsvorstufen wie aktinischen Keratosen, Morbus Bowen oder von Basalzellkarzinomen ohne Operation. Eine lichtsensibilisierende Creme wird in Kombination mit einem speziellen Licht eingesetzt um veränderte Hautzellen gezielt zu entfernen. Besonders die moderne Daylight-PDT (Tageslicht-PDT) überzeugt durch sehr gute Verträglichkeit bei hoher Wirksamkeit. Sie ist eine gute Behandlungsoption bei Patient:Innen, die beruflich häufig UV-Strahlung ausgesetzt sind ( z. B. Dachdecker, Gärtner, Landwirte etc.).
Behandlungsmethode

Auftragen eines lichtsensibilisierenden Wirkstoffs; anschließend Belichtung mit klassischer Rotlicht-PDT oder künstlichem Tageslicht (Indoor-Daylight-PDT)

Einsatzmöglichkeiten

Behandlung von Hautkrebsvorstufen (aktinische Keratosen, Morbus Bowen), Basalzellkarzinome, Akne

Behandlungsdauer

– klassische PDT: 3h Einwirkzeit, wenige Minuten Belichtung
– Indoor-Daylight-PDT: 30 min Einwirkzeit, 60 min Belichtung

Gesellschaftsfähigkeit

meist am Folgetag; Rötung kann für 3-4 Tage anhalten

Nachsorge

konsequenter Sonnenschutz, beruhigende Pflege für mehrere Tage

Vorteile

großflächige Behandlung möglich, hohe Wirksamkeit, kosmetisch sehr gute Ergebnisse, minimale Narbenrisiken

Wie wirkt die Photodynamische Therapie auf die Haut?

Nach dem Auftragen des lichtsensibilisierenden Präparats reichert sich der Wirkstoff gezielt in krankhaft veränderten Zellen an. Durch die anschließende Belichtung entsteht aktivierter Sauerstoff. Es werden nur die geschädigten Zellen zerstört, das gesunde Gewebe wird geschont.

Die PDT stellt so eine hervorragende und gewebeschonende Alternative zu chirurgischen Eingriffen dar. Die Wirksamkeit und Sicherheit der PDT ist durch viele Studien bestätigt worden.

Ablauf der Behandlung

Zu Beginn wird die betroffene Region gereinigt und verhornte Areale durch eine Laserbehandlung vorsichtig abgetragen, um die Wirkstoffaufnahme zu erleichtern. Nach der lichtsensibilisierenden Creme folgt – je nach Verfahren – eine gezielte Belichtung mit Rotlicht (klassische PDT) oder mit künstlichem Tageslicht (Indoor-Daylight-PDT).

Vorteile und Ergebnisse

Die Photodynamische Therapie ermöglicht die gezielte und gleichzeitig großflächige Behandlung sonnenbedingter Hautschäden. Bereits nach wenigen Tagen beginnt die Regeneration, Krusten lösen sich und die Hautbildverbesserung wird sichtbar.

Besonders die Daylight-PDT bietet entscheidende Vorteile: kaum Schmerzen, natürliche Belichtung, sehr gute kosmetische Ergebnisse und eine hohe Alltagstauglichkeit. Die Wirksamkeit entspricht der klassischen PDT und ist für viele Patient:innen die bevorzugte Methode.

FAQ zur Photodynamischen Therapie

Für Patient:Innen mit aktinischen Keratosen, insbesondere bei großflächigen oder wiederkehrenden Veränderungen. Auch geeignet für Areale, die häufig UV-Strahlung ausgesetzt sind.

Vor allem Gesicht, Stirn, Kopfhaut, Ohren, Décolleté und Unterarme.

Die klassische PDT verwendet eine definierte Rotlichtquelle und kann intensiver empfunden werden. Die Indoor-Daylight-PDT nutzt künstliches Tageslicht, ist nahezu schmerzfrei und deutlich angenehmer – bei vergleichbarer Wirksamkeit.

In der Regel genügt eine Sitzung. Bei stark ausgeprägten oder großflächigen Befunden kann eine Wiederholung sinnvoll sein.

Die behandelten Stellen verkrusten in den ersten Tagen und heilen innerhalb von 5-7 Tagen ab. Die Haut wirkt anschließend glatter und gleichmäßiger.

Die klassische PDT kann brennend oder stark warm empfunden werden. Die Indoor-Daylight-PDT wird dagegen von den meisten Patient:innen als nahezu schmerzfrei beschrieben.

Konsequenter Sonnenschutz, beruhigende Pflege und Vermeidung direkter UV-Exposition sind für ca. 48 Stunden essenziell. Sport und Sauna sollten für 24 Stunden pausieren.

Typisch sind Rötungen, Krusten und ein vorübergehender Sonnenbrand-ähnlicher Effekt. Diese Symptome klingen in der Regel innerhalb weniger Tage ab.

Die Kosten werden von privaten Krankenkassen und der Beihilfe sowie bei Anerkennung als Berufskrankheit übernommen. Einige BKKs übernehmen die PDT Behandlung ebenfalls. Für gesetzlich versicherte Patient:Innen anderer Krankenkassen ist die PDT aber als Selbstzahler in Anspruch genommen werden.